Live: Wie fährt Opel in die neue Zukunft?

100 Tage – so lange hat sich Michael Lohscheller Zeit genommen um die Weichen für den Autohersteller Opel zu stellen, der nun unter französischer Führung steht. Der neue Opel-Chef will nun konkret werden und gemeinsam mit Carlos Tavares, dem Vorstandsvorsitzenden der Groupe PSA am Freitag, den 9. November 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz die Fakten des Zukunftsplans präsentieren.
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Mit dem Jahr 2017 bricht bei Opel eine neue Ära an. Seit 1929 unter dem Regime des US-Amerikanischen Mutterkonzerns General Motors haben sich die Besitzverhältnisse geändert. Die Zügel werden nun nicht mehr aus dem fernen Amerika gelenkt, sondern aus Frankreich. Der PSA-Konzern, zu dem bis dahin die Automarken Peugeot, Citroën und DS aber auch der Automobilzulieferer Faurecia gehören, ist nun auch um die Marken Opel und Vauxhall gewachsen, und ist nach Volkswagen – gemessen an den Absatzzahlen – nun Europas zweitgrößter Autohersteller.

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Auch in der Führungsriege ergaben sich große Veränderungen. Karl-Thomas Neumann, der von Volkswagen zu Opel wechselte und in den letzten vier Jahren Opel auf die Überholspur brachte, trat nach der französischen Übernahme den Rückzug an. Auf ihm folgte im August diesen Jahres Michael Lohscheller. Der ehemalige Volkswagen-Manager, hatte bis dahin die Position als Finanzchef bei Opel inne.
Doch wie wird nun die neue Zukunft von Opel aussehen? In der langjährigen Unternehmensgeschichte gab es wahrlich nicht nur Sonnenschein. Im Gegenteil: Deutschlands einstig größtem Autohersteller hafteten nach umstrittenen Managemententscheidungen in den 1990er Jahren und den damit einhergehenden Qualitätsproblemen nun auch ein über Jahre anhaltendes Imageproblem an den Fersen. Ein großer Einschnitt in die Firmengeschichte erlebten die Opelaner auch mit den Werksschließungen in Bochum und dem belgischen Antwerpen.

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Neben vielen Einsparungen wurde in den letzten Jahren auch in guten Produkte und ein junges Image Investiert. Nun die PSA-Übernahme! Fluch oder Segen? Paris ist zumindest näher als Detroit, doch passen Führungsstil des Managers Carlos Tavares gut zusammen? Was wird aus den innovativen Technologien, die in den Zeiten unter General Motors entstanden? Mit welchen Modellen und Antrieben will Opel in die neue Zukunft starten? Wo werden diese entwickelt und gebaut? Und wieviel Einfluss wird Opel noch überhaupt haben? Viele offene Fragen aber auch hohe Erwartungen an den neuen Opel-Chef Lohscheller, der seinen Zukunftsplan im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellt.
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9. November 2017, 9:15 Uhr

Über Daniel Przygoda (24 Artikel)
Wirtschaftsingenieur (B.Sc.) und seit 2015 Redakteur bei Automotive-Technology.de und Automobil-Blog.de. Seit 2006 für Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer tätig - erst im CAR-Institut (Center Automotive Research) der Universität Duisburg-Essen, nun bei D+S Automotive GmbH. Projektbeteiligungen u.a. am CAR-Symposium, CAR-connects, RUHRAUTOe, Automechanika Frankfurt, Ruhr-Symposium. Mitarbeit an verschiedenen Studien und Forschungsarbeiten in den Bereichen Automobilvertrieb und Elektromobilität. Von 2001 bis 2006 bei der Adam Opel AG am Produktionsstandort Bochum tätig. Während dieser Zeit Ausbildung zum Mechatroniker, danach Produktionsmitarbeiter in der Fahrzeugfertigung.

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