Volvo Safety-Lexikon Teil 1: City Safety

Die Modelle des schwedischen Autoherstellers zählen seit jeher zu den sichersten. Bei Volvo ist Sicherheit eines der Hauptkaufargumente. Vor allem die Kunden setzen höchste Sicherheitsstandards beim Fahrzeugkauf voraus. Und Volvo hat sich für die Zukunft ein großes Ziel gesetzt: Ab dem Jahr 2020 soll niemand mehr bei einem Unfall in einem Volvo ums Leben kommen. Um dies umzusetzen, werden Sicherheitseinrichtungen kontinuierlich weiterentwickelt und neue Standards gesetzt. Neben den hohen passiven Sicherheitseinrichtungen stattet Volvo seine Fahrzeuge mit verschiedenen technischen Systemen aus, die das Verkehrsgeschahen überwachen und sogar aktiv in Gefahrensituationen eingreifen um Unfallfolgen abzuschwächen oder sogar zu verhindern. Wir haben die wichtigsten Sicherheitssysteme aufgelistet und erklären wie diese funktionieren.

New Volvo XC40 - City Safety

City Safety

Mit City Safety bezeichnet Volvo sein automatisches Notbremssystem, welches bei der Vermeidung von Kollisionen hilft oder Unfallfolgen abschwächt. Mit Hilfe von Kamera- und Radartechnik ist es in der Lage verschiedenste Objekte – in Bewegung oder stehend – zu erfassen. Neben Fahrzeugen, Fußgängern und Fahrradfahrer werden auch Wildtiere erkannt. Es arbeitet ab einer Geschwindigkeit von 4 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit. Bei Gefahrensituationen wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt. Kann der Fahrer nicht mehr rechtzeitig reagieren, leitet das System selbsttätig eine Notbremsung ein. Modellabhängig verfügt Volvo City Safety auch über eine Lenkunterstützung, die im Geschwindigkeitsbereich zwischen 50 und 100 km/h den Fahrer beim Ausweichen von Hindernissen unterstützt. Durch das Abbremsen einzelner Räder wird das Fahrzeug stabilisiert.

New generation of City Safety: Steering support

RACam

Die technische Einheit von City Safety bildet RACam. Das kompakte RACam-Modul vom Automobilzulieferer Delphi besteht aus einer Kamera- und Das Radarsenorik, die an der Windschutzscheibe im Bereich vor dem Rückspiegel untergebracht ist, sowie einer separaten Steuereinheit.

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Die hochauflösende Kamera arbeitet mit einer fortschrittlichen Belichtungssteuerung, die mit unterschiedlichsten Lichtverhältnissen und sogar Dunkelheit klarkommt. Die Reichweite beträgt bis zu 130 Meter und deckt dabei einen Winkel von bis zu 26 Grad ab.

Der Radar erfasst Objekte vor dem Fahrzeug und bestimmt deren Bewegungsrichtung sowie den Abstand zum Auto. Der Erfassungsbereich der Sensoren des Mittellstreckenradars reicht bis 60 Meter und deckt dabei einen Winkel von bis zu 45 Grad ab. Die des Langstreckenadars reicht bis zu 200 Meter und 10 Grad.

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Auf Basis der Kamera- und Radardaten, die in der zentralen Steuereinheit zusammengetragen werden, wird das Risiko eines Zusammenstoßes bewertet die passende Gegenmaßnahme eingeleitet.

 

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Über Daniel Przygoda (28 Artikel)
Wirtschaftsingenieur (B.Sc.) und seit 2015 Redakteur bei Automotive-Technology.de und Automobil-Blog.de. Seit 2017 als Projektingenieur bei Bertrandt Technikum u.a. für Daimler und Porsche im Einsatz. Von 2006-2017 für Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer tätig - erst im CAR-Institut (Center Automotive Research) der Universität Duisburg-Essen, später bei D+S Automotive GmbH. Projektbeteiligungen u.a. am CAR-Symposium, CAR-connects, RUHRAUTOe, Automechanika Frankfurt, Ruhr-Symposium. Mitarbeit an verschiedenen Studien und Forschungsarbeiten in den Bereichen Automobilvertrieb und Elektromobilität. Von 2001 bis 2006 bei der Adam Opel AG am Produktionsstandort Bochum tätig. Während dieser Zeit Ausbildung zum Mechatroniker, danach Produktionsmitarbeiter in der Fahrzeugfertigung.