ZF stiftet Juniorprofessur „Kraftfahrzeug Systembewertung“ an der RWTH Aachen

Der Getriebespezialist ZF engagiert sich einmal mehr im Hochschulbereich. An der RWTH Aachen wird mit Unterstützung von ZF ein neuer Lehrstuhl eingerichtet. Der Automobilzulieferkonzern finanziert die Stiftungsprofessur „Kraftfahrzeug Systembewertung“ am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der Universität.

RWTH AachenRWTH AachenDie Stiftungsprofessur „Kraftfahrzeug Systembewertung“ trägt neuesten Entwicklungen im Kraftfahrzeugsektor Rechnung: An dem Lehrstuhl soll dazu geforscht werden, wie Fahrerassistenz- und -informationssysteme optimiert und in moderne Automobile integriert werden können. „Die Aspekte Benutzerfreundlichkeit, Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug, Verkehrssicherheit und nicht zuletzt Effizienz spielen dabei eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Harald Naunheimer, Leiter Forschung und Entwicklung des ZF-Konzerns. Die Herausforderung bestehe darin, neue Funktionalitäten in die Produkte zu integrieren und gleichzeitig die Komplexität von Fahrzeugen zu reduzieren sowie deren Bedienung zu vereinfachen. Dadurch soll der Nutzer möglichst intuitiv auf die vielfältigen Funktionen zurückgreifen können.

„Der enge Kontakt zur Wissenschaft ist für ein Unternehmen mit einer hohen Forschungs- und Entwicklungsintensität wie ZF elementar“, sagt Jürgen Holeksa, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei ZF. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichsten ZF-Unternehmensbereiche und Führungsebenen haben an der RWTH Aachen University studiert und sind dort auch promoviert worden. „Daher ist es nur konsequent“, betont Holeksa, „dass wir unsere langjährigen Beziehungen zu dieser renommierten Hochschule weiter ausbauen – denn auch künftig brauchen wir hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure, die für uns zukunftsweisende Produkte und Mobilitätslösungen entwickeln.“

„Zukünftige Funktionen im Kraftfahrzeug müssen sich stärker als bisher über den technologischen Fortschritt hinaus an ihrer Wirksamkeit und Akzeptanz messen lassen“, sagt Professor Lutz Eckstein, Institutsleiter des ika. „Wir freuen uns, dass ZF durch die Stiftung der Professur ‚Kraftfahrzeug Systembewertung‘ die interdisziplinäre fahrzeugtechnische Forschung nachhaltig stärkt.“ Mit Dr. Maximilian Schwalm wurde ein promovierter Psychologe auf den Lehrstuhl berufen, der während seiner Tätigkeit für die BMW AG in München bereits vielfältige Erfahrungen auf dem Gebiet von Nutzerforschung und Bedienkonzepten sammeln konnte. Zu den Kernaufgaben des Lehrstuhls zählt darüber hinaus die enge Kooperation mit der Industrie und anderen wissenschaftlichen Forschungsprojekten.

Die nun begonnene Förderung an der RWTH Aachen University ist auf sechs Jahre angelegt. Bisher finanziert ZF mehrere Lehrstühle an Hochschulen in Deutschland sowie seit November 2012 erstmals auch eine Professur an einer ausländischen Hochschule: An dem Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) der renommierten Tongji-Universität in Shanghai fördert das Unternehmen den Stiftungslehrstuhl für Pkw-Fahrwerktechnik und -dynamik.

 

[Foto: RWTH Aachen]

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